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Ortschaften
Aktuelles Wappen des Fleckens Bodenfelde.






Ein Ganzes besteht bei uns aus 3 Teilen:


So entstand aus den einzelnen Ortschaften Bodenfelde, Nienover und Wahmbeck im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform im Land Niedersachsen am 1.3.1974 die Einheitsgemeinde Flecken Bodenfelde.

Der Titel „Flecken“ war ursprünglich eine Bezeichnung für eine größere kreisangehörige Gemeinde mit stadtähnlichen Rechten, wie etwa dem „Marktrecht“. Nachdem diese Rechte heute anderweitig geregelt sind, hat die Bezeichnung Flecken faktisch keine Bedeutung mehr. Gemeinden dürfen jedoch nach dem jeweils geltenden Landesrecht ihre überlieferten Bezeichnungen führen.

Die einzelnen historischen Entwicklungen der Ortschaften von der Vergangenheit bis zur Gegenwart wurden in einer Chronik des Fleckens Bodenfelde nachhaltig dokumentiert.

Seit dem Jahr 1977 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Spital am Pyhrn in Österreich.

Bodenfelde an der Weser liegt im südlichen Niedersachsen, hat eine Gesamtfläche von 1.989 ha und zählt heute rd. 3.200 Einwohner. Mit der Bahn, dem Bus oder dem Auto ist Bodenfelde gut zu erreichen.

Neben der gewerblichen Wirtschaft, der Landwirtschaft und dem Handwerk hat besonders der Fremdenverkehr seinen festen Platz gefunden. Das Fremdenverkehrsangebot konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf den Erholungsfaktor, den die reizvolle Landschaft bietet. Dies erfolgt insbesondere durch die großzügige Ausweisung von Rad- und Wanderwegen, Vorhaltung von Ruhebänken, Schutzhütten und Grillplätzen.



Aus der Geschichte

Bodenfelde


Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Bodenfelde.
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Wappen Bodenfelde (alt)

Bereits im Jahre 833 erscheint in einem Reskript des Karolingerkaisers Ludwig des Frommen die kleine Feldsiedlung. Die kaiserliche Urkunde erlangt durch die Tatsache Bedeutung, dass Ludwig seinen Anteil an den Bodenfelder Salzquellen der damals erst ein Jahrzehnt alten Abtei Corvey, dem ersten Kloster auf altsächsischem Boden, übereignet hat. Mehr als vier Jahrhunderte hindurch bestimmten das Salzgewerbe und der umfangreiche Güterbesitz die Beziehungen zwischen Corvey und Bodenfelde.

Auch im 16. Jahrhundert bildete die Landwirtschaft im Raum von Bodenfelde fast die einzige Grundlage der menschlichen Existenz. Ein Opfer des Dreißigjährigen Krieges war u. a. das Bodenfelder Salzwerk geworden. Erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts konnte der Tiefstand der Landwirtschaft nach dem Dreißigjährigen Krieg ganz allmählich überwunden werden. Trotz aller Rückschläge war die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig geblieben. Der eigentliche Aufschwung der Landwirtschaft hat jedoch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begonnen.

Eine führende Rolle in der Gemeinde haben im 18. Jahrhundert die Brauer gespielt. Zu ihrer Konkurrenz wurden die Branntweinbrennereien, von denen es 1733 vier in Bodenfelde gab. Auch Schiffbauer und Schiffer zählte Bodenfelde im 18. Jahrhundert noch zu seinen Einwohnern.


Die Friedensjahre, derer sich die Bodenfelder im kaiserlichen Deutschland erfreuen konnten, waren mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914-18) jäh zu Ende. Im Zweiten Weltkrieg (1939-45) wurde Bodenfelde bis Anfang April 1945 von kriegerischen Handlungen verschont und blieb glücklicherweise von größeren Zerstörungen bewahrt.


Hinweis:

In einem Heft „Der Chronik älterer Teil und Das Wunder von Buddonfeld“ wird seit neuerem dargestellt, dass der Ort Bodenfelde noch viel älter ist. Im Jahre 798 hat sich ein „Wunder“ in der Feldmark Bodenfeldes ereignet. Der Heilige Liudger aus Münster hat einen gesteinigten und somit getöteten Pferdedieb wieder zum Leben erweckt. Der Dieb wurde vom Sachsenherzog Widukind, der im Reiherbachtal eine Pferdezucht betrieb, verurteilt. Diese Darstellung ist u.a. in der „vita liudgeri“ und in den Traditionen des Klosters Corvey beschrieben.




Wahmbeck

Wappen der ehemaligen Gemeinde Wahmbeck.
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Wappen Wahmbeck (alt)

Im Jahre 1031 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung Wahmbeck.

Die heute noch anzutreffende Flurbezeichnung "Weingärten" könnte darauf hinweisen, dass an den nordwestlich von Wahmbeck gelegenen Hängen im Mittelalter die Mönche der nur fünf Kilometer vom jenseitigen Weserufer entfernten Benediktinerabtei Helmarshausen hier den ersten Wein angebaut haben.

In einer Urkunde des Papstes Coelestin III aus dem Jahre 1192 werden die Rechte des Klosters Helmarshausen bestätigt. Es wird darin ausgesagt, dass der Besitz aus einer Schenkung des Paderborner Bischofs Poppo herrührt und Wahmbeck schon zwischen 1076 und 1084 Kirchdorf war.

Wahmbeck ist ein kleiner Ort für Urlaub und Erholung. Bei einer überwiegend ländlichen Struktur, ohne Industrie und Durchgangsverkehr, findet man eine ruhige, intensive Erholung im Schonklima des Oberweserberglandes.



Nienover


Wappen der ehemaligen Gemeinde Nienover.
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Wappen Nienover (alt)

Die ehemalige Gemeinde Nienover entstand aus den ursprünglichen Ortschaften Nienover, Amelith und Polier.

Vor Entstehung der Gemeinde bestand schon das Schloss. Die erste urkundliche Erwähnung von Nienover erfolgte im Jahre 1144. Mit dem northeimischen Erbe fiel Nienover an die Welfen und gehörte Heinrich dem Löwen bis zu dessen Ächtung 1180.

Danach machten es die Grafen von Dassel zu ihrer zweiten Hauptburg. Später wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer und blieb auch von Kriegseinwirkungen nicht verschont. Erst als 1635 der Welfenherzog Georg neuer Landesherr wurde, bestimmte er 1639 den Wiederaufbau seines "Berg- und Jagdhauses" zu Nienover.



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